Aktuelles

Coronavirus / COVID-19 – Das weitere Vorgehen (16.03.2020)

Liebe Patientinnen und Patienten,

die Aufgabe für die nächste Zeit lautet, die Neuinfektionen durch Ihre Mithilfe auf ein Minimum reduzieren.
Die deutschen Krankenhäuser werden bei einer rapiden Zunahme an COVID-19-Erkrankten nicht mehr in der Lage sein, jeden Patienten optimal zu versorgen. Die Erfahrung aus Italien hat gezeigt, dass dieses Szenario unbedingt vermieden werden muss, da es in letzter Konsequenz zu einer Vielzahl an Toten führen und gegebenenfalls noch weitaus drastischere Maßnahmen erfordern wird, als sie derzeit in Deutschland in Kraft getreten sind.
Je langsamer die Zunahme, desto besser kann unser Gesundheitssystem die Erkrankten behandeln und bereits Gesundete wieder entlassen, sodass neue Kapazitäten frei werden.  Wir werden das Virus vorerst nicht aufhalten können, jedoch kann jede(r) Einzelne dabei helfen, die Zunahme an Neuinfektionen zu bremsen.

Daher bitten wir Sie:

  • Wenn ein begründeter Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vorliegt, dann suchen Sie auf keinen Fall selbsttätig einen Arzt oder ein Krankenhaus auf.
  • Verzichten Sie auf den Besuch von Veranstaltungen und meiden Sie Menschenansammlungen. Dies gilt beispielsweise auch für Vereinsaktivitäten.
  • Besuchen Sie Arztpraxen nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Suchen Sie im Zweifel zuerst den telefonischen Kontakt.
  • Auch wenn es schwerfällt: Ziehen Sie bitte ernsthaft in Betracht, soziale Kontakte vorerst zu reduzieren, bis abzusehen ist, wie sich die Situation weiterentwickelt.

 

Nochmal: Es geht jetzt darum, die Zahl der Neuinfektionen soweit zu begrenzen, dass unser Gesundheitssystem die optimale Versorgung eines jeden Patienten – auch derer, die davon  nicht unmittelbar betroffen sind – gewährleisten kann.

 

Coronavirus / COVID-19 – Update 12.03.2020

Liebe Patienten,

die Zahl an täglichen Neuinfektionen hat in den letzten Tagen sprunghaft zugenommen. Dies liegt einerseits an der Verbreitung des Virus und andererseits daran, dass in ganz Deutschland Testzentren eingerichtet wurden, die positive Fälle strukturiert erfassen und an das Robert-Koch-Institut (RKI) melden.
Aktuell berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI) von 2.369 bestätigten Fällen, darunter 5 Todesfälle (Sterblichkeitsrate 0,2 %). Besonders schwer betroffen sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (688 Fälle), Baden-Württemberg (454 Fälle) und Bayern (500 Fälle). Hessen meldet 99 Infizierte, davon 4 in Lampertheim .¹

Das RKI spricht nun von einer “sehr dynamischen und ernst zu nehmenden Situation“. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, “die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern“. Die Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitsdienstes sollen möglichst “durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden“.²
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11.03.2020 offiziell den Status einer Pandemie ausgerufen.³
Es gilt weiterhin: Die individuelle Gefährdung steigt deutlich mit zunehmendem Alter und den bestehenden Vorerkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, chronische Atemwegserkrankungen.

Als positive Nachricht ist zu vermelden, dass die Sterblichkeitsrate in Deutschland mit 0,2 % bislang wesentlich geringer ist als in China (etwa um den Faktor 10)¹. Über die Gründe hierfür kann zurzeit nur spekuliert werden.

Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Situation sehr ernst zu nehmen. Auch wenn das individuelle Risiko gering sein mag, so ist das gesamtgesellschaftliche Risiko beträchtlich.
Wie bereits erwähnt, sollten alle Anstrengungen getroffen werden, eine weitere Verbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Daher ist es durchaus ratsam, vorerst auf den Besuch von Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern zu verzichten und Menschenansammlungen zu meiden.
So kann die Verbreitung des Virus gebremst und dadurch unser Gesundheitssystem entlastet werden.


Die wichtigsten Symptome der Erkrankung (gemäß WHO-Bericht aus China)⁴:

  • 88 % Fieber
  • 68 % (trockener) Husten
  • 38 % Erschöpfung
  • 33 % Schleimauswurf beim Husten

Eine laufende Nase gehört nicht zu den typischen Symptomen von COVID-19.


Was sie tun können

Es gibt gewisse Maßnahmen, die sie generell, insbesondere jedoch in der Wintersaison, ergreifen sollten und mit deren Hilfe sie einer Infektion vorbeugen können.

  • Achten Sie grundsätzlich auf Ihre Handhygiene. Über den Weg Hand-Mund, Hand-Nase, Hand-Augen findet die mit weitem Abstand größte Zahl an Infektionen statt. Dies gilt genauso für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus.
    Speziell wenn Sie sich im öffentlich Raum bewegen, sollten Sie darauf achten, welche Oberflächen sie mit den Händen berühren und sich regelmäßig die Hände waschen oder desinfizieren.
    Auch das einfache Händeschütteln oder freundschaftliche Küsschen-Geben birgt potentielle Infektionsrisiken.
  • Wenn sie sich krank fühlen und husten oder niesen müssen, dann husten oder niesen Sie niemals in die Hände, sondern nach Möglichkeit in ein Taschentuch oder in die Armbeuge und waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Verwenden Sie Taschentücher nicht mehrmals.
  • Verlassen Sie sich nicht auf das Tragen eines Mundschutzes. Selbst FFP2- oder FFP3-Masken bieten keinen sicheren Schutz vor einer Infektion und wiegen Sie daher eventuell nur in falscher Sicherheit. Zudem wird dieses Material dringend im Gesundheitswesen benötigt. Das Tragen eines herkömmlichen Mundschutzes bringt nahezu nichts.
  • Informieren Sie Ihre Freunde und Familie über das korrekte Verhalten – so schützen sie die Schwächeren unserer Gesellschaft.

Ihre Symptome entsprechen denen einer COVID-19-Erkrankung?

  • Suchen Sie auf keinen Fall selbsttätig einen Arzt oder ein Krankenhaus auf.
  • Suchen sie unbedingt erst nach Rücksprache mit einem Arzt eines der COVID-19-Testcenter auf.
  • Verlassen Sie bis dahin nicht Ihre Wohnung.
  • Rufen Sie schnellstmöglich Ihren Hausarzt an und vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit anderen Menschen.
  • Ihr Hausarzt wird mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen und das Gesundheitsamt informieren.
  • Bestätigt Ihr Arzt Ihren begründeten Verdacht, dann müssen schnellstmöglich weitere Kontaktpersonen ermittelt werden.
  • Besuchen Sie die Informationsseiten des Robert-Koch-Instituts um sich mit den wichtigsten Informationen zu versorgen¹.

Ihr Praxisteam

Quellen:

¹) Alle Informationen des RKI zu COVID-19 (12.03.2020)
²) Risikobewertung des RKI vom 12.03.2020 (12.03.2020)
³) Pressemitteilung der WHO zum Status von COVID-19 (12.03.2020)
) Bericht der China-Mission der Weltgesundheitsorganisation (01.03.2020)

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Am Jahnplatz 2
68642 Bürstadt

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Was sich noch nicht zeigt, ist leicht zu verhüten. (Laotse)

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